Iceventure
geschrieben von 
02. August 2016
Freigegeben in News

Der Dell XPS 15 9550 im Alltag einer Unternehmensberatung - ein hands-on realer Testbericht

Als Unternehmensberatung mit dem Fokus auf Innovation und Wachstum, ist es für uns und mich als Verantwortlichen ein großes Anliegen, auch bei der IT immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Dell XPS 15 9550 - Test in der Unternehmensberatung für Innovation und Business DevelopmentAus diesem Grund haben wir uns sehr gefreut, als es die Möglichkeit gab, den neuen Dell XPS 15 9550 zu testen. Denn der Dell XPS 15 verspricht die richtige Mischung aus Businessmaschine, der Möglichkeit anspruchsvolle Multimedia-Anwendungen zu benutzen und transportabel Rechenpower - kurz Mobilität und Produktivität. Alles Punkte, die für eine kleine fokussierte Unternehmensberatung zwischen Strategie, Konzepten und Hands-On Projekten, die auch gerne mal die ganze Bandbreite von Strategie bis Implementierung von z.B. Social Media Marketing umfassen, unterwegs ist.

Aber der Test war nicht nur Spaß, steht doch hinter dem spannenden Thema der Gerätekategorie Laptop ein ganzes Ökosystem von Geräten und Softwareanwendungen und Produktivität. Grund genug auch ein Interview mit Markus Reuber, dem Produktspezialist von Dell, über die Zukunft von Computer Hardware zu führen, das hier verlinkt ist. Damit aber zum Test.

Ein etwas anderer Test für einen Laptop und der Wert für den Leser:
Das Ziel des Tests war von Anfang an klar. Anders als bei den üblichen Laptoptest, bestand mein Test darin, den XPS 15 von Tag eins an in den realen Arbeitstag und Arbeitsablauf zu integrieren und zu schauen, wie er sich dabei wirklich verhält.

Der Testaufbau war dabei denkbar einfach.

Nach einem schnellen Unboxing, war der erste Schritt alle relevanten Businessprogramme auf den Computer zu installieren. Dies sind E-Mail, Office Anwendungen wie Word und Excel, PowerPoint, einige spezifische Datenbanken und Produktivitättstools, die ich benutze und die einiges an Rechenpower verlangen, sowie Bild- und Videobearbeitung.

Dann ging es darum, den Laptop in allen alltäglichen Situationen der Beratung zu benutzen. Am Schreibtisch mit mehreren Monitoren, im Netzwerk, auf Reisen, und bei Kunden z.B. für eine Präsentation. Genau das habe ich vier Wochen getan.

Natürlich ist das nicht wissenschaftlich korrekt und ersetzen keine Messungen und Benchmarks. Es gibt aber bereits viele Tests dieser Art. Diese Tests und viele Forenbeiträge tendieren außerdem dazu, technische Aspekte in den Vordergrund zu stellen, die auch für einen fortgeschrittenen User kaum wahrnehmbare sind, während andere Punkte jeden Tag für einen bestimmten Usertyp wichtig sind. Genau diese Lücke möchte ich damit schließen.

Ausstattung, das Auspacken und der erste Eindruck:
Das Testgerät war mit einem i7, 32 GB Ram und einer 512GB SSD Festplatte ausgestattet. Der Bildschirm war der 4k (3.840 x 2.160) Infinity Edge Touch Display. Das Notebook hat eine Thundebolt-Schnittstelle und zwei USB3 Ports, ein Kartenleser und einem Headsetanschluss. Eine Lan-Karte und ein Laufwerk sind nicht mehr verbaut.

Der Dell XPS 15 wird in einem sehr flachen Paket mit einer hochwertigen schwarzen Box geliefert. Das Auspacken macht wirkliche Freude, da die Box sehr schickt wirkt.
Endlich ausgepackt erscheint der neue XPS 15 etwas kleiner, eben wie ein 14 Zoll Gerät, und kommt sehr kompakter daher. Er wirkt auf angenehme Weise fast aggressiv. Manchmal habe ich mich echt gefragt, ob es wirklich ein 15 Zoll Laptop ist.

Wenn man das Gerät in der Hand hält, fallen einem sofort die Materialwahl und die gute Verarbeitung auf. Dies ist zum einen das gebürstete Aluminium oben und unten, mit einer markanten Designlinie in der Mitte. Als Material für die Handauflage hat Dell diesmal einen Kohlefaserverbundstoff mit Soft-Touch-Lackierung gewählt. Ich denke es ist dasselbe Material, das im Vorgängermodell auf der Unterseite angebracht war. Diese Wahl klang in den Beschreibungen zuerst nicht allzu attraktiv, ist aber beim ersten Berühren und Benutzen ein wirklich ein sehr angenehmes Material und gut in der Benutzung.

Der Bildschirm ist hervorragend, nicht anders als erwartet. Die Tastatur macht auch eine gute Figur beim ersten „Ein-Druck", ebenso das Touchpad, aber dazu unten im Text mehr. Bei all dem Lob gibt es aber auch einige kleine Mängel anzumerken. So ist eine Kante am Gehäuse nicht hundertprozentig sauber gearbeitet, natürlich nur ein kleines Detail aber trotzdem auffällig.

Das war natürlich nur der erste Eindruck. Wie und ob er sich verändert hat, ist im Folgenden nach den Eindrücken des Setups und des Arbeitseinsatzes einzeln aufgeführt.

Bereit für den Arbeitseinsatz:
Ohne LAN-Karte und DVD-Laufwerk dauert es am Anfang etwas die Programme runter zu laden, wenn nicht alles auf einem Stick vorbereitet ist. Danach ging die Installation aber reibungslos und schnell. D.h. innerhalb von ca. 1h waren alle relevanten Programme installiert. Das ist schon eine deutliche Zeitersparnis zu früher, wo das Einrichten eines neuen Laptops gerne einen halben Arbeitstag in Anspruch nahm, zahlloses rauf und runter fahren eingeschlossen.
Ein Manko gab es. Aber das hat wirklich nichts mit Dell zu tun, sondern mit Windows 10. Es ist einfach wirklich nervig – liebe Microsoft, wenn sie das hier lesen bitte ändern! - dass das Gerät sich auch von Zeit zu Zeit wegen der Updates von selbst neu startet. Dies auch, wenn man die Funktion anders eingestellt hat. Dann ist plötzlich noch nicht gespeichert Arbeit irgendwo ins Nirwana oder ins Autosave verschwunden.

Im Arbeitseinsatz:
In den vier Wochen des Testzeitraums gab es keine Abläufen/Szenarien, bei denen ich mit den XPS Laptop nicht benutzt habe. Wie bereits eingangs geschrieben waren das: XPS 15 9550 Beratung Business Development auf dem Schreibtischdas Arbeiten an mehreren Bildschirmen, aufwendige (Internet-)recherche, Projektpräsentationen (viele aufbereitete Grafiken), Excel-Kalkulationen, das Verwenden von Datenbanken mit größeren Abfragen und einige Produktivitätstools, die Rechenpower brauchen. Auch Videoschnitt, Rendern und Livestreamen fand statt. Dazu kommt natürlich Arbeiten unterwegs z.B. in diversen Verkehrsmitteln und Hotels.

Dank des schnellen Prozessors und der guten Ausrüstung mit Arbeitsspeicher sind alle diese Aufgaben für den Laptop kein Problem. Die neue Chipklasse von Intel und Arbeitsspeicher sorgen dafür, dass (gefühlt) die üblichen Programme noch etwas schneller laufen. Auch bei vielen parallel geöffneten Programmen + unzähligen Browsertabs und Fenstern funktioniert das Umschalten reibungslos und schneller als beim Vorgänger. Es ist halt doch so, dass Programmierer auch wissen, dass mehr Leistung zur Verfügung steht und Software den neuen Leistungsvorsprung nach einiger Zeit mitbenutzt, wo ein neues Gerät etwas Spielraum hat. Ein Beispiel: Browser – diese nehmen doch inzwischen gut und gerne viel Arbeitsspeicher ein (siehe FF), aber anders lassen sich Cloud Services nicht nutzen. Hier kommt es bei ältern geräten inzwischen häufig zu Abstürzen, die beim neuen Laptop im Test nicht auftreten.

Natürlich kommt er beim Videoschnitt etwas ins Schwitzen insbesondere, wenn man z.B testweise. eine einstündige Aufnahme softwareseitig gegen Wackler stabilisiert. Aber das ist normal. Zum Vergleich zu Games: Das Videomaterial (1920*1080, 30 oder 25 ftp; Bewegtbilder) kann schnell 3 - 4 Stunden lang sein, ist viele GB groß und kommt damit beim Rendern schätzungsweise an die Belastung des GPUs und CPUs an aufwendigere Spiele ran.

Nachdem Aufnahmen und Aufbereitung von Videos für Kundenbriefings, Reviews und Trainings das Szenario mit der meisten Last sind, hier auch einige Beobachtungen: Das Rendern eines solchen Videos nimmt dann gerne 1,5h in Anspruch, in denen ich parallel auch weiter an dem Gerät arbeiten möchte. Render von identischen Inhalten wie auf dem Vorgängermodell war messbar schneller. Der Laptop wird dabei heiß, aber in einem vertretbaren Rahmen. Ob dabei die Grafikkarte runter getaktet wird habe ich wie im Testansatz beschrieben nicht gemessen. Für mich zählt das Endergebnis, schneller fertig zu sein (auch wegen dem Lüfter) und parallel weiter arbeiten zu können. Dabei steht der Laptop auf dem Schreibtisch und ist am Netzteil angeschlossen (siehe dazu auch unten Unterscheide zu anderen Tests).

Angenehm fällt auf, dass der Laptop zu mindestens in der Testphase kein plötzliches Aufheulen des Lüfters zeigte, außer man setz ihn wirklich unter Last. Ansonsten ist das Gerät angenehm ruhig und fast nicht zu hören (siehe den Ausschnitt des Testvideos).

Sehr gut hat mir gefallen, dass der Laptop wirklich direkt nach dem Aufklappen einsatzbereit ist. Grade in meinem Alltag häufen sich Situationen, in denen es nützlich ist tote Momente zu nutzen was nur mit schnellem Auf und Zuklappen Sinn macht.

Es hätte ruhig ein USB-Port mehr sein können. Damit schließe ich die Beschreibung der vier Wochen und beschreibe die einzelnen technischen Aspekte und was dabei positiv wie negativ auffiel.

Abweichungen zu anderen Tests:
An dieser Stelle ist es aber zuerst wichtig für den Leser einige Punkte richtig einzuordnen. Denn natürlich habe ich seit dem Launch auch die Testberichte verfolgt. Dazu zwei wichtige Anhaltspunkte zur Methodik und dem Nutzerprofil:

Dieser Test ist bewusst subjektiv basierend auf meinem Arbeitsalltag angelegt und fusst auf den Beobachtungen bei der tatsächlichen Benutzung, die für den Leser als hoffentlich guten und gewinnbringenden Vergleichspunkt dienen. Nachdem ich das Testgerät erst später nach dem Launch erhalten habe, war ich natürlich auch nicht von Kinderkrankheiten betroffen. So war das neueste Bios bereits werksseitig installiert.

Dann sind die Testergebnisse an das Business User Profil gekoppelt, das ich vorstelle. So habe ich z.B. unterwegs keine Videos gerendert und werde das auch nicht bzw. nur in Notsituationen tun, da es nicht dem Ablauf entspricht. Das werde ich auch nicht tun, wenn ich das Gerät auf den Knien habe, da es nicht mein User Case ist. Auch Games spielen keine Rolle.

Die Frage ist also, ob sich Drosselung, Hitzeentwicklung und Akku sowie die Kritik aus Benchmarks und anderen Tests im Gesamteindruck so bemerkbar machen? Die Antwort ist klar nein. In der Regel habe ich aber auch alle 5h eine Steckdose in Reichweite und wenn nicht eine Powerbank dabei.

Ein viel größeres Problem ist da schon, dass kein VGA-Anschluss verbaut ist. Denn viele Beamer in Meetingräumen haben diesen Anschluss noch (bzw. ist es das Kabel der Wahl, das - warum auch immer - für die Deckeninstallation gewählt wird).

Auch sind zwei USB-Ports schon recht wenig, zumal ich einen immer mit der Maus belegt habe. Hier kann ich mir vorstellen, dass das Fehlen im Alltag viel mehr zu Buche schlägt, da man entweder immer einen HUB oder mehrfach USB Stecker benötigt, oder munter am Wechseln ist. Das kostet Zeit uns ist nervig aber der Preis für die Größe.

Damit zu den einzelnen Aspekten:

Größe des Laptops:
Durch den InfinityEdge Touch ist der Laptop für einen 15,6 Zoller etwas kleiner. Hier fällt auf, dass manchmal auch wenig Millimeter großen Unterschied machen können. Denn XPS 15 9550 Beratung Business Development unterwegssowohl auf Flugzeugtischen, Bahntischen oder dem Hotelschreibtisch. Optisch wirkt es so, als ob man deutlich mehr Platz hat. In der Bahn passt zudem z.B. noch eine kleine Maus neben den Laptop, was die Bedienung (trotz dem guten Touchpad) angenehmer macht.
Noch ein weiterer Vorteil aus meiner Perspektive des besonders kompakten Formats: Endlich passt der Laptop in einer Schutzhülle auch in eine übliche Aktentasche.

Verarbeitung & Material:
Das XPS 15 ist stabil gebaut. Schnelles Aufklappen und Zuklappen in schnellen Abständen, mehrfaches Bewegen des Bildschirms, um etwas Dritten zu zeigen, aber auch Erschütterungen z.B. in der Bahn hält das Gerät ohne Probleme aus. Es mit einer Hand alleine zu öffnen ist fast schon schwierig.

Insgesamt ist die Verarbeitung sehr gut, bis auf zwei Kleinigkeiten. Bei meinem Testgerät gab es eine kleine Kante von ungefähr 1 mm an der Vorderseite. Im Endeffekt nicht weiter schlimm, fällt bloß dann auf, wenn man im Hotelbett schnell noch Mails checken möchte und durch das Sitzen die Hände mehr frontal als von oben berühren. Beim Tippen oder Nutzen des Touchpads merkt man eine Reibung an der Hand, mit dem ersten Gefühl dabei, man könnte man sich verletzen. Dies habe ich natürlich nicht, ist also nicht wirklich schlimm, aber ein kleines Detail.
Auch das Touchpad war ganz leicht uneben, genauer von links unten nach rechts oben. Auch ein Detail, aber der XPS 15 ist nun Mal in der Luxusklasse positioniert.

Auch das Material fand ich bei der Nutzung im Testzeitraum wirklich eine gute Wahl. Subjektiv gefällt mir die Oberfläche des Vorgängers optisch etwas besser. Diese ist aber auch nicht einfach zu pflegen und gibt am Anfang einen haptischen Eindruck von Reibung. Und, anders als andere Tests, hatte ich keine Probleme, Handspuren beim neuen Gerät abzuwischen. Dies auch nicht vom Touchpad, wo man sie zugegeben recht schnell, sehr deutlich sieht. Wie das nach z.B. drei Monaten ausschaut kann man in vier Wochen damit natürlich nicht beantworten.

Bildschirm & Grafikkarte(n)
Der 4k Bildschirm ist sehr schön. Ungenaue Farbverläufe, Stiche oder Flimmern konnte ich nicht feststellen.
Beim langen Draufschauen beim Arbeiten ist er auch nach 10h angenehm für die Augen. Die Helligkeit für langes Arbeiten empfinde ich als gut auch bei verschiedenen Raumlichsituationen. Machnmal waren 100% fast zu viel, auch das ein Novum. Auch der Blickwinkel aus verschiedene Perspektiven für den Arbeitseinsatz („schau mal bitte mit drauf") ist gut. Das Display spiegelt etwas und draußen sowie in der prallen Sonne gibt es natürlich Probleme. Eine solche Nutzung ist aber bei mir so selten, dass ich es noch nicht einmal als Kritikpunkt aufführen möchte.

Viel wichtiger ist für uns da der Punkt, dass es auch von Weitem und aus verschiedenen Blickwinkeln gut einzusehen ist. Das ist mit Kollegen/Kunden durchaus praktisch, für unterwegs ist aber ein zusätzlicher Sichtschutz bedenkenswert.

Ich habe in diesem Test keine Kalibrierung der Farbwerte vorgenommen, aber mit den mitgelieferten Presets gespielt, die das Leben leichter machen. Und es ist gut zu wissen, dass man diese individuell Kalibrieren kann, wenn man für Grafikmaterial darauf angewiesen ist.

Beide Grafikkarten, also die eingebaute Intel und die NVIDA 960 GTX 960M laufen einwandfrei. Das Umschalten dank Optimus funktioniert hervorragend auch zwischen Bildschirmen. Und auch die Skalierung der Programmfenster bei dem Wechsel auf den anderen Bildschirm sind hier wirklich kein Thema mehr und sehr gut gelöst. Denn dies klappte und bei dem vorherigen XPS 15 unter Windows 8.1 noch nicht immer.

Dennoch gab es bei der Darstellung noch ein Problem. Manchmal kam es beim Benutzen des Browsers dazu, dass nur die offenen Tabs aber keine Inhalte mehr gezeigt wurden. Ich denke, dass ist ein Softwarefehler von Mozilla Firefox der nicht mit der Grafikkarte zu tun hat. Auch ist mir noch ein kleines Manko aufgefallen, nämlich, dass manchmal die Skalierung doch nicht funktioniert. Dann sucht man verzweifelt die Lupe, um noch eine Einstellung vornehmen zu können.

Die Touchfunktion arbeitet wie gewünscht.

Festplatte, Kartenleser & USB und Bluetooth:
Zu diesen Geräten gab es wenig Auffälligkeiten. Die SSD ist schnell, der Kartenleser funktioniert wie er soll, ebenso die USB-Anschlüsse. Um wirklich 100% gebrauch vom dem Thunderbold Port machen zu können, hätte man das Dock oder ein Adapter benötigt. Einige Geräte, die für unsere Arbeit wichtig sind, haben aber auch Thunderbold, was die Schnittstelle wichtig macht. Die Anzahl ist bereits kommentiert. Auch Bluetooth funktioniert reibungslos. Der Kopplungsprozess erscheint mir einfacher und schneller.
Die Festplatte ist mit 500GB im Durschnitt, inzwischen gibt es noch die 1TB Variante. Grade mit dem vielen Videomaterial ist das doch notwendig, egal wie viel man im Netzwerkspeicher ablegt.

Zu Batterielebensdauer:
Die Batterielebensdauer, auf der Webseite noch bis mit zu 17h angegeben, fällt im realen Einsatz mit einer normalen Auslastung dann doch deutlich geringer aus und lag im Durchschnitt im Test bei ungefähr bei 5 Stunden. Dies habe ich ausgiebig unterwegs auf diversen Fahrten z.B. in der Bahn und in anderen Situationen getestet. Wie man auf XPS 15 9550 Beratung Business Development Akkulaufzeit17h kommt ist mir dabei ein Rätsel, denn wer lässt das Gerät schon wirklich nur in Minimalkonfiguration und absoluter reduzierter Helligkeit laufen.
Natürlichen lässt sich vier Wochen Test nicht herausfinden, wie schnell die Leistung des Akkus abfällt, wenn man den Laptop wirklich über mehrere Monate im Vollbetrieb hatte. Die 5h Stunden sind auf der einen Seite auch im Vergleich enttäuschend, auf der anderen Seite, die Frage ob es konkret einen Nachteil im Einsatz gab. Dies kann ich verneinen, denn wie oben geschrieben ist alle 5h doch eine Steckdose zur Verfügung (und die Powerbank die zweite Feldflasche des mobile Workers in der digitalen Workspacewüste).

Die Tastatur und das Touchpad:
Am Anfang ist die Tastatur gewöhnungsbedürftig. Da hat mir die Tastatur vom Vorgängermodell fast besser gefallen. Aber das ist nach kurzer Eingewöhnungsphase vorbei und man kann gewohnt schnell und schnittig schreiben. Der Druckunkt ist gut, nur eine Taste (die Löschtaste) hat manchmal ganz leicht gehakt und beinahe geklemmt. Ich denke, das lag am Testgerät.
Das Touchpad ist hingegen definitiv, grade im Vergleich zum Vorgänger und andere (älteren) Dell-Geräten, ein großer Sprung nach vorne. Zwei-Fingersteuerung kein Problem, ebenso das Klicken und Scrollen. Fast hätte ich auf die externe Maus verzichtet (will etwas heißen), aber der Ablauf ist so trainiert, dass ich damit doch schneller bin. Aber mit diesem Touchpad bleibt sie öfter mal in der Laptoptasche.

Hitzeentwicklung:
Man merkt manchmal beim Arbeiten, dass das Gerät speziell links oben wärmer wird, z.B., wenn man hier einen schnellen Mini-USB Stick anschließt, was bei mir ein Dauerzustand ist. Auch der wird entsprechend heiß. Die Hitzeentwicklung war aber nie so unangenehm, dass man dann nicht mehr mit ihm arbeiten konnte. Auch Thermal Shutdowns, die manchmal beim Vorgänger auftreten, hatte ich nicht.

Im Laufe des Tests hatte ich das Gerät auch oft genug auf den Beinen, im Zug, Flieger oder z.B. beim längeren Warten durch eine Terminverschiebung. Bei längerem Arbeiten macht sich die Wärme des Prozessors und der Grafikkarte schon bemerkbar, aber nicht so unangenehm, dass man aufhören muss zu arbeiten, oder das Gerät doch lieber wieder auf einen Tisch stellt. Allerdings sind in den genannten Situationen unterwegs, die Anwendungen die ich benutze durch den Kontext klar engeschränkt. Mehr dazu auch im Abschnitt Arbeitseinsatz, z.B. zum Videoschnitt, den andere vielleicht doch unterwegs machen möchten/müssen.

Lautsprecher:
Über diese haben sich einige andere Tester mokiert. Sie bemängeln, dass bei voller Lautstärke die etwas dumpf klingen. In dem normalen (Arbeits-)Alltag ist das nicht wirklich aufgefallen. Ein Film am Abend lässt sich gut anschauen. Einen Eindruck davon gibt es unten in den kurzen Videoausschnitten.

Webcam:
Auch hier gab es nicht wenig Kritik auf Grund der Positionierung unten am Bildschirm, womit Gesichter vom Kinn her von unten nach oben gezeigt werden. Der Test war dabei eine Videokonferenz einmal über Skype for Business und einen zweiten Anbieter. Ich habe bewusst drauf geachtet wie das Bild und der Winkel ist und beim gegenüber ankommt. Dieser kommt natürlich von unten, der Winkel ist nicht wirklich optimal, aber ob das am Ende wirklich das absolute K.O. Kriterium ist? Für mich persönlich ist es nicht gewesen.
Zudem ist zu bedenken, dass (zumindest wir) gerade bei professionellen Konferenzlösungen oder für Aufnahmen in der Regel sowieso eine zweite Webcam (oder auch Camcorder) im Einsatz haben.

Einbindung zur vorhandenen IT
Wie fühlt sich dieses Gerät in die vorhandene Arbeitslandschaft ein? Erfreulich angenehm. Das Anschließen der Monitore ist kein Problem. Auch das Anschließender der Netzwerkdrucker und Geräte nicht. Es funktioniert alles sehr reibungslos. Dies ist grade zu früher eine sehr große Verbesserung, wo manchmal sehr schnell den ganzen Tag verloren hat, weil man mühsam von Hand irgendwelche Druckertreiber oder andere Treiber für den Bildschirm nach organisieren musste. Doch das hängt sicher nicht nur mit der Dell-Hardware sondern auch mit dem Windows 10 zusammen.

Wie ist das Preis/Leistungsverhältnis
Stellt sich natürlich die Frage ob man unbedingt diesen Preis für dieses Gerät investieren muss.
Denn die Testausstattung schlägt im Privatkundenbereich mit ca. 2100 €, im Geschäftskundenbereich mit einem Preis von etwas unter der 2000 € Grenze (zuzüglich Mehrwertsteuer, plus eventuell noch vor Ort Service und Transport) zu Buche. Die Antwort hierauf ist ja und nein.
Wenn man den Laptop nur also Desktopersatz benutzt, der immer fix am selben Ort steht, oder ihn von zu Hause zum Arbeitsplatz und zurück trägt, wenn man immer einen großen Schreibtisch zur Verfügung hat, dann lohnt es sich vielleicht nicht, den dann doch stolzen Aufpreis für ähnliche Leistung und Formfaktor zu bezahlen. So haben wir z.B. auch noch andere Geräte, zum Beispiel einen Inspirion, aber auch Geräte von anderen Herstellern (Lenovo) für diese Zwecke im Einsatz bzw. kenne diese aus eigener Anschauung.

Wenn das Gerät aber oft mitgenommen wird, man damit unterwegs ist und es alle Bereiche der dargestellten Form des Arbeitseinsatz im Test - nämlich mobiles Arbeiten, Office, zwischendurch hohe Belastungen durch die Videos und anspruchsvolle grafische Sachen, z.B. durch das Freigeben von Layoutdateien (für den Drucker) oder für Kundengrafiken - dann macht sich das Gerät wirklich bezahlt. Bezahlt nicht nur wegen der Leistung und der Größe, sondern auch wegen dem Gesamteindruck nach innen und außen. Es isz schön zum Anschauen, es macht Freude und Eindruck, was machnmal nicht schadet.

Ist der XPS 15 der Apple-Killer – eigentlich eine periphere Frage
Ist er damit – was für viele Konsumenten (und Testmagazine) vielleicht eine Frage ist - der absolute Apple Killer? Aus meiner Perspektive als Business Benutzer ist das eine nebensächliche Frage, da wir in der Windows Welt unterwegs sind. Deswegen haben wir auch ganz gerne Maschinen dafür. Natürlich sind Macs auch schöne Hardware keine Frage, aber die Abstriche in der Produktivität sind (im Moment noch) zu groß. Und Apples schöne Hardware ist eben auch teure Hardware. Und hardwaremäßig muss sich der XPS 15 wirklich nicht verstecken.
Viel eher ist da schon die Frage, nach anderen Wettbewerbern. Da sind z.B. das ASUS ZENBOOK Pro UX501VW zu nennen und auch noch das eine oder andere Gerät bei Lenovo oder auch das Surface Book. Ohne an dieser Stelle alle Geräte direkt vergleichen zu können, steht das XPS 15 auch bei diesen weit vorne.

Mein persönliches Fazit:
Der Arbeitstest mit dem neuen XPS 15 9550 war verbunden mit viel Freude und mit wenig negativen Überraschungen (insbesondere nach vorherigen Berichten). Er arbeitet wirklich zuverlässig und hervorragend, ist gut zu handhaben und ist für den beschriebenen Office Einsatz mit zusätzlicher multimedialer Nutzung optimal geeignet. Im Gesamteindruck bleibt auch eine Steigerung zum (auch schon sehr schönen) Vorgängermodell haften.
Auffälligkeiten im Testzeitraum gibt es kaum. Die Dinge, die nicht stimmen, sind Kleinigkeiten, die das Gesamterlebnis und das Arbeiten an dem Computer minimal mindern.

Leider war in meinem Testzeitraum die Dockingstation noch nicht erhältlich, so dass wir einige weitere Features nicht testen konnten.

Beim nächsten Update des Laptops ist der XPS 15 9550 bis jetzt klar unter den Favoriten.

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